Die Idee
Die Weltkarte gehört zu meinen ersten komplexeren Projekten. Auf Social Media hatte ich viele ähnliche Motive gesehen – ich wollte die Idee weiterentwickeln und verbessern. Entworfen habe ich die Karte zunächst digital.
Konstruktion
Ich wollte weder viele Löcher in der Wand noch jede Menge Kleber. Meine Lösung: blitzförmige Zacken, die die einzelnen Elemente miteinander verbinden und die ganze Weltkarte zusammenhalten. Jeder Blitz besteht aus zwei passgenauen Hälften, die zusammen eine lange Zacke ergeben. Montiert wird die komplette Karte mit nur zwei Schrauben.
Beleuchtung
Weil ich mich damals schon mit LED-Technik beschäftigt habe, sollte die Karte auch leuchten. LEDs auf der Rückseite sorgen für indirektes Licht: Die Lichtquellen bleiben unsichtbar, die Wand dahinter erstrahlt.
Auch die Blitze leuchten. In sie habe ich Taschen gefräst, LEDs eingesetzt und verlötet und alles mit milchig-transparentem Epoxidharz vergossen. Ausgeschaltet sind die LEDs kaum zu sehen, eingeschaltet leuchten sie klar durch. Über zwei separate LED-Controller lassen sich Weltkarte und Blitze unabhängig voneinander schalten.
Gestaltung
Die Weltkarte war ursprünglich neongrün lackiert, die Blitze anthrazitgrau. Auf der Karte steht der Schriftzug „Create Your Own World“.
Weiterentwicklung
Auch nach der Fertigstellung hat sich die Karte noch verändert. Anfangs hing sie an drei Blitzen. Das wirkte etwas überladen, deshalb habe ich den mittleren weggelassen – zwei reichen völlig, und die Karte wirkt ruhiger und stimmiger.
Später habe ich die Oberfläche grau lackiert und nur die Kanten hellgrün gelassen. So entsteht ein dezentes Farbspiel.
Gelernt
Bei diesem Projekt habe ich viel dazugelernt, nicht zuletzt durch Fehler. An einer Stelle sind Kabel durchgeschmort. Die genaue Ursache weiß ich heute nicht mehr, vermeidbar wäre es aber gewesen. Ich habe die komplette Verkabelung ersetzt, seitdem leuchtet die Karte zuverlässig.
Die zweite Lektion war noch wichtiger: LEDs gehören nicht in Epoxidharz eingegossen. Geht etwas kaputt, kommt man nicht mehr heran. Seitdem gestalte ich meine Objekte so, dass Elektronik und alle elektrischen Bauteile jederzeit zugänglich sind: LEDs lassen sich austauschen, lose Kabel schnell wieder befestigen. Dieser Grundsatz zieht sich durch alle meine Projekte seit der Weltkarte – zum Beispiel die Elightment-Leuchte.
Heute
Das Projekt war aufwendig und mit viel Elektroarbeit verbunden – gelohnt hat es sich. Heute hängt die Weltkarte bei einem guten Freund.